Rage im Quadrat am 13. August 2021

Das rage against abschiebung ist das größte regelmäßig stattfindende antirassistische Festival im süddeutschen Raum, veranstaltet vom Bayerischen Flüchtlingsrat. Die Einnahmen und Spenden kommen direkt der konkreten Geflüchtetenarbeit zu Gute. Auch in diesem Jahr geht es ins Kunst im Quadrat und wir freuen uns sehr, gemeinsam das Programm am 13. August kuratieren zu dürfen!

Unter dem Motto Make love not … wollen wir vor den Bundestagswahlen auf die Abscheulichkeiten der deutschen Asylpolitik aufmerksam machen und gegen Ausgrenzung und Abschiebungen ein Zeichen setzen!

Dieses Jahr könnt ihr eure Klamotten mit unserem Motto „make love not …“ per Siebdruck verschönern. Was ihr dazu tun müsst? Bringt einfach eure Shirts, Hoodies, Tops, Taschen oder was auch immer mit und lasst sie live von Andreas Kräftner bedrucken. Ihr habt die Auswahl aus verschiedenen Sprüchen und Farben.

Das rage im Quadrat findet in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein statt.

DJ* Bi Män

16:00 – 18:00 Uhr

Theresa “Bi Män” Bittermann ist Sozial&Kulturanthropologin und Solo-selbstständig als Audiovisuelle Interventionskünstlerin in der freien Szene und macht postfemale crossover. Sie wirkt als DJ*, Veranstalterin, Autorin, Moderatorin sowie Teilgeberin in verschiedenen Kollektiven und macht die Öffentlichkeitsarbeit im lesbisch-queeren Zentrum LeZ.

Team One Corner

18:00 – 18:45 Uhr

Team One Corner – das sind Mam Mackintyre und Marcus Njie. Die beiden machen seit 2016 Musik zusammen. Mam und Marcus rappen, egal auf welchen Beat. Sie rappen über ihren Lebensstil und Dinge, die sie im Leben durchgemacht haben.

Mieze Monsta and the Kings of Kool

19:15 – 20:00 Uhr

Mieze Monsta and the Kings of Kool machen Rock, der sich von New Wave, Stoner Rock, Punk und Ska inspirieren lässt. Starke Riffs und klare Linien mit punkoidem Chic kennzeichnen ihre eigenen Songs. Wenn gecovert wird, dann Songs von PJ Harvey. Dass sie damit zwischen allen Stühlen sind, stört sie kein bisschen, denn da ist wenigstens ausreichend Platz.

Seit drei Jahren gibt es nun die Münchner Band, die mit drei Mitgliedern aus der Band Lovewash hervorgegangen ist.

Mieze Monsta and the Kings of Kool sind: Mieze Monsta (Leadgesang) and the „Kings of Kool“: Jimmy Kool (Gitarre), Joe Kool (Drums),  Jessica (Bass).

Enik

21:15 – 22:00 Uhr

Enik ist zurück. Die letzten Jahre hat der Münchner Musiker, Sänger, Produzent und konsequent an seinen Songs arbeitet, der die Kiesel, den Dreck und das Überflüssige so lange beiseite schiebt und siebt, bis es funkelt. Und es funkelt! Auf „The Deepest Space Of Now“ finden sich 13 Songs mit rebellischem Charme, im Spannungsfeld zwischen Mörderballade und Indie-Tanzbeat, lebensbejahender Hymne und zauberhafter Melancholie. 13 Kleinode und Monster, am Innersten rührende Perlen und Dampfwalzen, die alle eines gemeinsam haben: Sie widmen sich jenen Randfiguren der Gesellschaft, die das System in dem sie leben verachten aber auch brauchen. Die Songs spiegeln den inneren und äußeren Zwiespalt wieder, mit dem die Charaktere dieses Albums täglich konfrontiert sind. Übergeordnet könnte man Eniks Musik als Indie / Electronica bezeichnen, wobei der Singer Songwriter dabei zu kurz käme. Enik führt in seiner Musik sämtliches zusammen. Da meint man fast Bon Iver’s Stimmwelt, Nick Cave’s Abgründe, Radiohead’s Elektronik und Bowie’s spätes Timbre rauszuhören. Aber eben nur fast, da er dabei immer unverkennbar Enik bleibt.

Voc, Synth, git: Enik – Drums: Dani Scheffels – Keys, Voc: Amelie Scheffels – Bass, Synth: Anna Emmersberger

Ich against Abschiebung

Unsere Kampagne

Seit über 20 Jahren engagieren wir uns jetzt schon mit unserem Festival gegen Abschiebungen. In letzter Zeit stellen wir verstärkt fest, dass immer mehr Menschen auf unser Thema mit Achselzucken, Gleichgültigkeit oder sogar Zustimmung reagieren. Die Empörung lässt spürbar nach. Abschiebungen gehören mittlerweile zu unserem Alltag. Wir sind doch längst daran gewöhnt, dass regelmäßig Menschen abgeholt, inhaftiert und mit Gewalt in eine meist ungewisse Zukunft abgeschoben werden. Zu oft haben wir schon davon gehört, wie Familien getrennt, Schüler*innen aus dem Unterricht, Kranke aus der Klinik abgeholt und dann sogar in Krisengebiete wie zum Beispiel Afghanistan ausgeflogen wurden. Hauptsache ist doch, sie sind weg. Einverstanden?

Wir sind nicht einverstanden! Lasst uns ein starkes Zeichen gegen die Gleichgültigkeit setzen! Lasst uns Stellung beziehen und Haltung zeigen! Es kommt dabei auf Jede und Jeden Einzelnen an! Lasst uns endlich in Rage kommen und gemeinsam mit Rachel, Roland, Agnes, Jochen, Eva, Katja, Jens und Dir aktiv gegen diese menschenverachtende Abschiebepolitik werden.

Neu dabei sind:

Das Rage ist das größte, regelmäßig stattfindende, antirassistische Benefiz-Bandfestival im süddeutschen Raum. Der Bayerische Flüchtlingsrat organisiert das Rage seit 1996, seit 2004 mit und im Feierwerk München. Inzwischen gibt es zusätzlich ein jährliches Festival-Split-Off in Nürnberg und Landshut.

Das Rage Against Abschiebung Festival versucht die Themen europäische Abschiebemaschinerie, die Festung Europa, die perfide Abschottungspolitik, die Ausgrenzung von Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten sowie Illegalisierten und die Probleme mit dem alltäglichen Rassismus in die Öffentlichkeit zu tragen.

Daneben soll natürlich auch möglichst viel Geld für die Arbeit des Flüchtlingsrats erwirtschaftet werden. Denn Solidarität mit Flüchtlingen ist unbequem! Die Arbeit des Bayerischen Flüchtlingsrats muß deshalb so unabhängig wie möglich sein. Alle Gastbands verzichten daher seit jeher auf ihre Gage und Organisation und Helferschaft arbeiten ehrenamtlich.

Wir sind vorneweg schon mal sehr dankbar für all die Bands die ohne Gage spielen und die ehrenamtlich arbeitenden Helferlein, die sich für dieses Benefiz-Festival abrackern!

in Kooperation mit: