Rage im Quadrat am 13. August 2020

Rage against Abschiebung bei Kunst im Quadrat auf der Theresienwiese.

Unter dem Motto #LeaveNoOneBehind wird das Rage im Quadrat die Themen Ankerzentren, Abschiebehaft und die Situation in den Lagern in Griechenland aufgreifen und mit Ausstellungen, Filmbeiträgen und Installationen dem Publikum näher bringen.
Daneben gibt es jede Menge Bands und von 16:00-18:00 DJ a* (get rid) elektrapopunk.

Das rage im quadrat findet in Kooperation mit der Petra Kelly Stiftung statt.

Duo Frizzante & Samuele Inverno

18:00 – 18:45 Uhr

Duo Frizzante & Samuele Inverno wohnen zusammen in München und haben während des Corona-Lockdowns in ihrer WG eine Italo-Disco-Band gegründet.

Schlachthofbronx

19:00 – 19:45 Uhr

Seit über 10 Jahren halten sich die beiden Münchner nun schon fest im internationalen Clubmusik-Sattel. Mit ihrer Mischung aus Dancehall, Dub, Booty Bass, Footwork, Techno und UK Bass haben Schlachthofbronx eine Musikrichtung erschaffen, die Musikjournalisten regelmäßig an der Einordnung in die Genre-Systematik verzweifeln lässt.

Lisaholic

20:15 – 21:00 Uhr

Mit Scharfsinn und Parodie setzt Lisaholic dem Publikum ihre ausführliche Analyse der eigenen und gesellschaftlichen Psyche vor. Zum Verdauen bleibt keine Zeit, denn sie rappt schnell und auf bis zu 4 Sprachen.

Tom Wu

21:15 – 22:00 Uhr

Man muss ihm einfach huldigen: Tom Wu spielt nicht nur verteufelt gut Schlagzeug, er singt auch noch herrlich wüst zu seinen genial selbstgeschriebenen, treibend-psychedelischen Liedern. Und er sieht verdammt gut dabei aus!

Ich against Abschiebung

Unsere Kampagne

Seit über 20 Jahren engagieren wir uns jetzt schon mit unserem Festival gegen Abschiebungen. In letzter Zeit stellen wir verstärkt fest, dass immer mehr Menschen auf unser Thema mit Achselzucken, Gleichgültigkeit oder sogar Zustimmung reagieren. Die Empörung lässt spürbar nach. Abschiebungen gehören mittlerweile zu unserem Alltag. Wir sind doch längst daran gewöhnt, dass regelmäßig Menschen abgeholt, inhaftiert und mit Gewalt in eine meist ungewisse Zukunft abgeschoben werden. Zu oft haben wir schon davon gehört, wie Familien getrennt, Schüler*innen aus dem Unterricht, Kranke aus der Klinik abgeholt und dann sogar in Krisengebiete wie zum Beispiel Afghanistan ausgeflogen wurden. Hauptsache ist doch, sie sind weg. Einverstanden?

Wir sind nicht einverstanden! Lasst uns ein starkes Zeichen gegen die Gleichgültigkeit setzen! Lasst uns Stellung beziehen und Haltung zeigen! Es kommt dabei auf Jede und Jeden Einzelnen an! Lasst uns endlich in Rage kommen und gemeinsam mit Rachel, Roland, Agnes, Jochen, Eva, Katja, Jens und Dir aktiv gegen diese menschenverachtende Abschiebepolitik werden.

Neu dabei sind:

Das Rage ist das größte, regelmäßig stattfindende, antirassistische Benefiz-Bandfestival im süddeutschen Raum. Der Bayerische Flüchtlingsrat organisiert das Rage seit 1996, seit 2004 mit und im Feierwerk München. Inzwischen gibt es zusätzlich ein jährliches Festival-Split-Off in Nürnberg und Landshut.

Das Rage Against Abschiebung Festival versucht die Themen europäische Abschiebemaschinerie, die Festung Europa, die perfide Abschottungspolitik, die Ausgrenzung von Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten sowie Illegalisierten und die Probleme mit dem alltäglichen Rassismus in die Öffentlichkeit zu tragen.

Daneben soll natürlich auch möglichst viel Geld für die Arbeit des Flüchtlingsrats erwirtschaftet werden. Denn Solidarität mit Flüchtlingen ist unbequem! Die Arbeit des Bayerischen Flüchtlingsrats muß deshalb so unabhängig wie möglich sein. Alle Gastbands verzichten daher seit jeher auf ihre Gage und Organisation und Helferschaft arbeiten ehrenamtlich.

Wir sind vorneweg schon mal sehr dankbar für all die Bands die ohne Gage spielen und die ehrenamtlich arbeitenden Helferlein, die sich für dieses Benefiz-Festival abrackern!

in Kooperation mit: